Meine Motivation
Katzen verstehen, bevor wir ihr Verhalten bewerten
Katzen faszinieren mich durch ihre feine Kommunikation, ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten und ihre gaaaaanz eigene Art, mit ihrer Umwelt umzugehen. Gleichzeitig werden ihre Signale häufig erst dann wahrgenommen, wenn sich daraus ein Problem entwickelt hat.
Eine Katze wird unsauber, zieht sich zurück, reagiert plötzlich gereizt oder beginnt, sich auffällig intensiv zu putzen. Manche Katzen wirken niedergeschlagen, andere entwickeln stereotype Verhaltensweisen oder kommen kaum noch zur Ruhe. Was für uns Menschen zunächst rätselhaft oder störend erscheint, ist aus Sicht der Katze oft eine wichtige Botschaft.
Genau hier möchte ich ansetzen.
Hinter jedem Verhalten steht ein Grund
Mir ist es wichtig, nicht nur das sichtbare Verhalten verändern zu wollen. Ich möchte verstehen, warum eine Katze dieses Verhalten zeigt und was sie damit zum Ausdruck bringt.
Denn Verhalten entsteht nicht isoliert. Die emotionale Verfassung, körperliches Wohlbefinden, mögliche Schmerzen, frühere Erfahrungen, Ernährung, Wohnumgebung, Beschäftigung und die Beziehung zum Menschen können sich gegenseitig beeinflussen.
Deshalb betrachte ich jede Katze ganzheitlich und als individuelle Persönlichkeit. Für mich gibt es keine schwierigen oder problematischen Katzen. Es gibt Katzen, deren Verhalten wir noch nicht vollständig verstanden haben.
Körper und Seele gehören zusammen
Besonders am Herzen liegen mir Katzen, bei denen sich emotionale Belastungen möglicherweise auch körperlich zeigen. Dazu gehören beispielsweise übermäßiges Putzen und Leckalopezie, Rolling-Skin-Symptome, Unsauberkeit sowie stereotype oder zwanghaft wirkende Verhaltensweisen.
Dabei ist mir eine klare und verantwortungsvolle Abgrenzung wichtig: Nicht jedes auffällige Verhalten ist psychisch bedingt. Viele Symptome können durch Schmerzen, Juckreiz, neurologische Veränderungen oder andere körperliche Erkrankungen entstehen.
Eine gründliche tierärztliche Abklärung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Weges. Meine Verhaltensberatung ersetzt keine medizinische Untersuchung oder Behandlung, sondern kann diese sinnvoll ergänzen.
Mein Ziel ist es, die verschiedenen Bereiche nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern vorhandene Erkenntnisse zusammenzuführen.
Veränderung darf Freude machen
Verhaltenstherapie besteht für mich nicht nur aus Analyse und Management. Katzen brauchen positive Erfahrungen, Erfolgserlebnisse und Möglichkeiten, ihre natürlichen Fähigkeiten auszuleben.
Deshalb verbinde ich meine verhaltenstherapeutische Arbeit mit meinem Hintergrund als Katzentrainerin. Gezieltes Spiel, bedürfnisgerechte Beschäftigung und positiv aufgebautes Training können dabei helfen, Stress abzubauen, Sicherheit zu entwickeln und neue Verhaltensweisen zu erlernen.
Spieltherapie kann Katzen wieder in Bewegung bringen – körperlich und emotional. Training kann ihnen mehr Kontrolle und Vorhersehbarkeit geben. Beides stärkt im besten Fall nicht nur die Katze, sondern auch das Vertrauen zwischen Katze und Mensch.
Ob Clickertraining, Medical Training, Transportboxtraining oder individuell angepasste Spielangebote: Die eingesetzten Methoden richten sich immer nach der Persönlichkeit, dem gesundheitlichen Zustand und den Bedürfnissen der jeweiligen Katze.
Individuelle Wege statt fertiger Lösungen
Jede Katze bringt ihre eigene Geschichte mit. Was einer Katze hilft, kann für eine andere ungeeignet sein. Deshalb arbeite ich nicht mit starren Anleitungen oder allgemeingültigen Patentlösungen.
Ich schaue genau hin, höre zu und entwickle gemeinsam mit dem Katzenhalter einen Weg, der zur Katze und zum menschlichen Alltag passt. Dabei möchte ich nicht einfach nur Empfehlungen übergeben, sondern verständlich erklären, was hinter dem Verhalten stehen kann.
Denn je besser Menschen ihre Katzen verstehen, desto sicherer können sie handeln und desto nachhaltiger lassen sich Veränderungen gestalten.
Für mehr Verständnis und Lebensqualität
Meine Motivation ist es, Katzen eine Stimme zu geben und ihren Menschen zu zeigen, was hinter einem auffälligen Verhalten liegen kann.
Ich möchte Katzenhaltern die Hilflosigkeit nehmen, Zusammenhänge verständlich machen und beide Seiten auf ihrem Weg begleiten. Nicht mit dem Anspruch, eine Katze passend zu machen, sondern mit dem Ziel, ihr Wohlbefinden zu stärken und das gemeinsame Leben wieder leichter werden zu lassen.
Denn nachhaltige Veränderung beginnt für mich nicht mit der Frage:
„Wie bekomme ich dieses Verhalten weg?“
Sondern mit der Frage: